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Grundlehrgang erfolgreich bestanden!

Lengerich - Ein fröhliches Lächeln ist auf den Gesichtern der 20 Teilnehmer des Truppmann-Lehrgangs der Feuerwehr zu sehen, denn alle haben die Abschlussprüfung bestanden. „Erleichtert und stolz dürfen sie auch sein“, lobt Stadtbrandinspektor Hartwig Hübner. Die Lehrgangsteilnehmer aus Lengerich, Tecklenburg, Lienen und der Werkfeuerwehr Dyckerhoff, darunter auch zwei Frauen, haben sich für eine Mitgliedschaft in der freiwilligen Feuerwehr entschieden und den ersten Schritt in dieser ehrenamtlichen Tätigkeit erfolgreich abgeschlossen. „Dieses Engagement ist unverzichtbar für die Sicherheit und das Wohl unserer Bürger“, schildert Hübner.

Der Lehrgang begann im März. Lehrgangsleiter Stefan Niendorf und sein Ausbilderteam ließen keinen Zweifel daran, dass es ein lernintensives Jahr werden würde. Damit jeder von vornherein wusste, worauf er sich einlässt, wurden die Teilnehmer über die Pflichten eines Feuerwehrmitglieds und die Anforderungen an diese Tätigkeit aufgeklärt. „Und diese Anforderungen haben es in sich. Allen fiel sofort auf, dass Feuerwehrmann zu sein nicht nur Feuerlöschen bedeutet, sondern dass man auch in vielen anderen Gebieten eingesetzt wird - in erster Linie, um Menschen aus gefährlichen Situationen zu retten und Sachwerte zu schützen.

Der Lehrgang war in vier Ausbildungsmodule mit jeweils unterschiedlichen Themenbereichen gegliedert, wobei jedes Modul mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung abgeschlossen wurde. Außerdem war ein Wochenende ausschließlich dem Thema „Erste Hilfe“ gewidmet. Dieses wurde mit der Hilfe der Rettungsassistenten der Feuer- und Rettungswache gestaltet. Dabei ging es um lebensrettende Sofortmaßnahmen bei verschiedenen Verletzungen und Erkrankungen. „Von Rechten und Pflichten über Grundtätigkeiten bis hin zur technischen Hilfeleistung wurden wir professionell ausgebildet“, berichtet Lehrgangsteilnehmer Matthias Auffahrt. Insgesamt 160 Stunden werden vom Land NRW zur Ausbildung zur Truppfrau/Truppmann vorgeschrieben. Deshalb stand fast jedes Wochenende der Lehrgang im Terminkalender der Teilnehmer und schränkte deren Freizeitaktivitäten stark ein. „Langes Ausschlafen am Wochenende war da nicht immer möglich. Wenn man zurück schaut, war es ein spannendes, aber auch Kräfte zehrendes Jahr. Es war nicht immer einfach, die schulischen Anforderungen der jungen Teilnehmer beziehungsweise das Familien- und Berufsleben der etwas älteren angehenden Feuerwehrmänner und -frauen mit den Verpflichtungen des Lehrgangs unter einen Hut zu bekommen. Alle theoretischen Lernbereiche wurden in praktischen Übungen umgesetzt, wofür sich die Ausbilder die eine oder andere Besonderheit aussuchten und verschiedene Übungsobjekte auswählten. Im Gedächtnis aller Beteiligten wird wohl die Zugübung am Kanal und die Übungen zum Retten und Selbstretten auf dem Gelände der Firma Dyckerhoff bleiben. Auch ein Besuch bei den Kameraden der Werkfeuerwehr am Flughafen Münster/Osnabrück stand auf dem Plan. Doch der „Truppmann“ war erst der Anfang. Im nächsten Jahr werden die Kameraden noch einen Sprechfunker- und Atemschutzgeräteträgerlehrgang absolvieren, um für weitere Aufgaben in ihren Feuerwehren gerüstet zu sein. Weiterhin werden sie das Gelernte in Übungsdiensten und wohl auch bei Einsätzen festigen, „Wer sich ebenso engagieren möchte, sollte einfach einmal in einer der Feuerwehren vorbei schauen und sich informieren“, rät Hartwig Hübner.